Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus

Arbeitsgemeinschaft für politische Bildung

im Hochtaunuskreis  (ab 1951)

 

Wir über uns

Mitglieder / Träger

Kooperationspartner

weitere Partner (Links)

Kontakt / Impressum

 

 

    Unser Bildungsprogramm

 

    Bildungsprogramm 2013

    Bildungsprogramm 2014

    Weitere Studienreisen

    ÖPNV im Taunus

    Der Taunus im II. Weltkrieg

    NS-Gedenkstätten

    Archiv

    zurück zur Startseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wochenendseminare  2013

Einladung zum Wochenendseminar der DGB-Region:

Der Schoß ist fruchtbar noch … eine Fahrt in die Vergangenheit

Besuch der KZ-Gedenkstätte Buchenwald

in Weimar-Buchenwald (Thüringen)   28. 30. Juni 2013  (3 Tage)

Das Konzentrationslager Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. Es wurde im Juni 1937 errichtet und bis zum April 1945 von der SS auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager betrieben. Zunächst war es für politische Gegner des Naziregimes bestimmt, später auch für vorbestrafte Kriminelle und so genannte Asoziale, Juden, Zeugen Jehovas und Homosexuelle. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden zunehmend Menschen aus anderen Ländern hier gefangen gehalten. Besonders nach 1943 wurden im KZ Buchenwald und in seinen insgesamt 136 Außenkommandos KZ-Häftlinge rücksichtslos vor allem in der Rüstungsindustrie ausgebeutet. Eins dieser Außenlager vom KZ Buchenwald bestand 1944/45 direkt neben Schloß Kransberg/Taunus. In Buchenwald wurden viele Gefangene von der SS ermordet oder starben an den unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen im Nazi-Programm Vernichtung durch Arbeit. Anfang 1945 wurde das Lager zur vorläufigen Endstation für Evakuierungstransporte aus Auschwitz und Groß-Rosen. Kurz vor der Befreiung versuchte die SS noch, das Lager zu räumen und schickte 28.000 Häftlinge auf Todesmärsche. Etwa 21.000 Häftlinge, darunter über 900 Kinder und Jugendliche, blieben im Lager zurück. Am 11. April 1945 befreiten Häftlinge der geheimen Widerstandsorganisation das Lager, nachdem Einheiten der 3. US-Armee auch den Ettersberg erreichten. Insgesamt waren etwa 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000 geschätzt, darunter waren auch 11.000 Juden.

Busfahrt ab/bis Frankfurt am Main und Bad Homburg v. d. Höhe. Veranstalter: DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main / DGB-Senior/innen, unterstützt von „Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus“.#

Vorschau: für nächstes Jahr vorgesehener Termin: 19.-21. September 2014.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Einladung zu unserem Wochenendseminar:

Der Schoß ist fruchtbar noch … eine Fahrt in die Vergangenheit

Die KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof (Elsaß)

und das ehemalige Außenlager Neckarelz

mit Besuchen des „WestWallWegs bei Bad Bergzabern-Oberotterbach

und der Gedenkstätte Elsaß-Lothringen (Schirmeck),

Unterkunft im Hotel des Klosters Mont Sainte-Odile

12. 14. Juli 2013  (Hessische Sommerferien / 3 Tage)

Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof wurde vom Nazi-Regime am 21. April 1941 im besetzten französischen Elsaß errichtet. Es lag in der Nähe von Natzweiler (Natzwiller) auf einem Gipfel der Vogesen – in 800 Metern Höhe (an einem „der Struthof“ genannten Ort), etwa 55 Kilometer südwestlich von Straßburg und acht Kilometer vom Bahnhof Rothau entfernt. Das Hauptlager ist das einzige Konzentrationslager auf französischem Boden. Es diente vor allem als Arbeitslager für die NS-Kriegsindustrie, dort wurden aber auch medizinische Experimente an Gefangenen durch Nazi-Professoren der Reichs-Universität Straßburg durchgeführt. Das Konzentrationslager wurde wegen des Vormarschs der alliierten Truppen im September 1944 aufgegeben. – Das KZ Natzweiler war eines der mörderischsten Lager des NS-Systems: 22.000 Personen starben an den Folgen der in der Gefangenschaft erlittenen Krankheiten, an Kälte und Mangelernährung oder wurden ermordet. Von den insgesamt etwa 52.000 Gefangenen (1941-1945) aus ganz Europa kamen etwa 35.000 direkt in die fast 70 Nebenlager auf beiden Seiten des Rheins; sie haben das Hauptlager nie gesehen.

Das Konzentrationslager Neckarelz war von März 1944 bis März 1945 eines der Nebenlager des bald in Auflösung befindlichen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof. Im Rahmen der Luftschutzmaßnahmen in der „kriegswichtigen“ Industrie brachte man mehrere Tausend Zwangsarbeiter und Häftlinge nach Neckarelz (heute ein Stadtteil von Mosbach). Sie mußten verschiedene Stollen in den auf der anderen Neckarseite gelegenen Bergen bei Obrigheim bauen. Dort sollten Flugzeugmotoren der Daimler-Benz-Motoren GmbH (Tarnname: Goldfisch GmbH) gefertigt werden. Das KZ-Außenlager in Neckarelz war ein wesentlicher Teil der Neckarlager. – An dieses Lager und die Untertage-Fabrik erinnern heute das Museum in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz und der „Goldfisch“-Geschichtslehrpfad bei Obrigheim/Neckar (dieser führt zu den Stollen mit den Decknamen „Goldfisch“ und „Brasse“).

Elsaß-Lothringen war in den vergangenen Jahrhunderten als Grenzland zwischen Deutschland und Frankreich immer wieder ein Zankapfel zwischen beiden Ländern, sehr zum Leidwesen seiner meist mehrsprachigen Bevölkerung. Diese wechselvolle Geschichte will die Gedenkstätte Elsaß-Lothringen (Le Mémorial de l‘ Alsace-Moselle) in Schirmeck besonders beleuchten und mit den eigenen Mitteln eines Gedenkortes den Verständigungsprozeß unter den Menschen beider Völker unterstützen.

Der Westwall war ein über ca. 630 km langes militärisches Verteidigungssystem entlang der Westgrenze des Deutschen Reiches, das aus über 18.000 Bunkern, Stollen sowie zahllosen Gräben und Panzersperren bestand. Er verlief von Kleve an der niederländischen Grenze in Richtung Süden bis nach Grenzach-Wyhlen an der Schweizer Grenze. Der Westwall wurde im Rahmen der Kriegsvorbereitungen des NS-Regimes ab 1936 geplant und zwischen 1938 und 1940 durch die „Organisation Todt“, eine paramilitärische Bautruppe, mit großem Materialaufwand und vielen oft auch zwangsweise eingesetzten Arbeitern errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind viele dieser Anlagen zerstört oder ganz beseitigt worden. – Im einstmals besonders befestigten „Oberotterbach-Abschnitt“ in der Südpfalz (in der Nähe von Bad Bergzabern) wollen wir auf dem informativen „WestWallWeg“ auf Spurensuche gehen, in einem Terrain, das sich inzwischen die Natur zumindest teilweise wieder zurückerobert hat.

Busfahrt ab/bis Frankfurt am Main und Bad Homburg v. d. Höhe. Veranstalter: „Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus“ zusammen mit der DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main (DGB-Senior/innen) und der DGB-Jugend Frankfurt am Main.

     

          

Vorschau: Wegen des großen Interesses wird dieses Wochenendseminar voraussichtlich 2015 erneut angeboten!

 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Weitere inhaltliche Informationen zu diesen Wochenendseminaren erhalten Sie, wenn Sie die unterstrichenen, grün oder blau gefärbten Seminarthemen oder Links anklicken.

Zusätzliche inhaltlichen Informationen zu diesen Themen können Sie auch noch bekommen, wenn Sie unsere Internetseiten Abendseminare und Tagesseminare" besuchen.

    

Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern will, ist dazu verurteilt, sie noch einmal zu erleben." 

(Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.)

George Santayana, spanisch-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller (1863-1952)

 

zurück nach oben